Drei Menschen aus brennendem Haus gerettet - Glück durch "Sternengucker"

Kategorie: Lauschied, Lokale News an Nahe und Glan, Blaulicht

 

-Fotos unten anklicken-Es war um Mitternacht zum Karsamstag, als Heinrich Wahl in Lauschied noch Sternschnuppen schauen wollte. Von seinem Haus in der Bärweiler Straße 59 kann er das ganze Dorf überblicken und hat Sichtkontakt zu seinem 150-Meter entfernten Elternhaus in der Bärweiler Straße 18. Der 64-jährige sah dort Flammen aus dem Dachreiter und dem Wintergarten lodern und schlug sofort Alarm. Kurz zuvor zog ein heftiges Gewitter über die Höhengemeinde. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich eine Bewohnerin, die 87-jährige Mutter Rosa Wahl und ein 83-jähriger Onkel, der aus Bayern zu Besuch ist und schon schlief, in dem Wohnhaus. Dann ging alles blitzschnell, „zuerst mussten die Leute in Sicherheit gebracht werden“, steckten Brigitte und Heinrich Wahl der Schreck noch Stunden später in den Gliedern. Das halbe Dorf lief zusammen. In Windeseile sei die örtliche Wehr um Wehrführer Werner Buch zur Stelle gewesen, auch die Bad Sobernheimer Wehr mit ihren beiden neuen Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, „müssen geflogen sein“, mutmaßten Passanten über das schnelle Eintreffen. Der Meisenheimer DRK-Rettungsdienst versorgte die Hausbewohner und brachte sie zu Verwandte im Ort. Das ganze Dachfirst brannte aus, noch zwei Stunden später musste die Feuerwehr mit der Drehleiter immer wieder aufflammende Glutnester bekämpfen. Neben dem DRK, der Polizei und dem RWE waren insgesamt 63 Wehrmänner und –frauen aus Lauschied, Bad Sobernheim, Bärweiler, Meddersheim und Monzingen mit zehn Fahrzeugen im Einsatz, teilte VG-Wehrleiter Karlheinz Steinbrecher im Beisein von KFI-Werner Hofmann und dem DRK-Kreisbereitschaftsleiter Wilfried Diepers mit.


Drehleiter im Einsatz

Vermutlich Blitzschlag

Wo Rauch ist...

DRK- ruckzuck da!

Glutnester

"Heini" Wahl (li.) bangt

Dachgauben zerstört

"Ob" Marx war überall