Reiches, armseliges Deutschland: Vom unbezahlten Überstundenweltmeister über das Vlexx-Chaos bis hin zu getürkten Gutachten - Fröhliche Weihnachten?

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Dezember 2018 - Die einen würden gerne mehr und länger arbeiten – die anderen leisten immer mehr unbezahlte Überstunden. Ein Skandal. Auf Anfrage der Linken wurde öffentlich, dass  2,127 Milliarden Überstunden geleistet wurden - eine Milliarde davon unbezahlt. Der DGB ist entsetzt „über den Skandal und die Zahl, was ein hohes gesundheitliches Risiko für die Beschäftigten bedeutet“ (Zitat: DGB-Chef Reiner Hoffmann am 30.11. 2018 in der RZ). Allein das ist eine Schande, wie wenig sich der DGB kümmert. Und Arbeitgeberverbände verordnen Schweigepflicht, wollen auf Kosten der Niedriglöhner „kein neues Fass aufmachen…“.

Nur gut, dass überhaupt einmal jemand nachgefragt hat…die Gewerkschaft´ler haben ihre Zähne verloren, stecken kungelnd mit den Betriebsräten unter einer Decke! Sklavenarbeit für einen Hungerlohn hat es nach Art und Umfang in unserem „reichen Land“ bisher nicht gegeben. „Nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter“ wussten früher Handwerksmeister und inhabergeführte Familienbetriebe. 2019 schrumpft deren Anzahl erneut - wozu Bürokratiewahn, Abgabenlast samt Kammer-Pflichtbeiträgen und fehlende Betriebsnachfolger beitragen.

Anderes Thema, gleiche Baustelle! Von Beginn an hagelt es Kritik über unzumutbare Zustände bei Vlexx, beispielsweise. Nicht nur, dass sie als größten „Konkurrent“ die Deutsche Bahn AG zum Gegner hat, die permanent Sand ins Getriebe streut; - wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde mehr. Aber: Vlexx bildete auf Staatskosten über die Allgemeinheit, über das Arbeitsamt, Triebfahrzeugführer aus und fährt trotzdem ins Desaster. In diesem Jahr 2018 haben zwei Dutzend Lokführer (im Konzern etwa 50 Mitarbeiter) das Handtuch geworfen. Prämien kassiert die Führungsebene und Gewerkschafter - Ü-Stunden und Mehrarbeit weit über zwingend-vorgegebene Regeln leisten die stressgeplagten Dummen und müssen sehenden Auges Gesetze und ihre Gesundheit missachten. Ein Skandal. Alles wird schön geredet, bestritten und bagatellisiert. (Siehe Rhein-Zeitung vom 29. + 30. November 2018 ---Überfüllte Züge: „Konservendose Vlexx“).

Kaputte Züge bleiben kaputt. Züge bleiben auf der Bahngleise liegen, die Koordination und Zugbereitstellung würden Kindergartenkinder im Sandkasten besser erledigen – Reisende sind entsetzt, zahlen 1.750 Euro für die Jahreskarte mit Stehplatz!, und der Zweckverband ZSPNV schaut zu. Ein Skandal, was die sich erlauben und alle Welt schaut zu, wenn am 4.Dezember 2018 ein vollbesetzter Zug ins Depot zur Reparatur fährt (AZ:Mainz). Hallo, geht´s noch? Wo leben wir? Wie geht man mit Menschen und Mitarbeitern um? Stress bis zur Arbeitsunfähigkeit nimmt zu – Leute melden sich krank. Mitarbeiter gelten als keine Menschen mehr, mehr Ding und Sache, um die Gelddruckmaschine für einige, mit ganz wenig Gehirn und die Konzernprofite am Laufen zu halten, "die gehen über Leichen" schreiben User www.heylive.de. Menschenrecht wird mit Füßen getreten. Ein Skandal in solch einem Land wie D - Weihnachten 2018!

Außerdem, gleiche Baustelle, Thema 3: Es ist ein Unterschied, ob „man“, Lieschen Müller oder Otto Normalo, von einer Betriebsärztin, einem Amtsarzt oder einem gerichtlich angeordneten Testat untersucht wird. Und auch hier herrscht Beschiss hoch Zehn im Quadrat. Der Volksmund sagt dazu diplomatisch: „Vor Gericht und auf hoher See ist `man´ in Gottes Hand“.  Laut SWR- Mediathek vom 30. Oktober 2018 sind „bis zu 40 Prozent richterlich bestellte Gutachten falsch und tendenziell zu Gunsten der Auftraggebers“. Ein Skandal. Deshalb sind die im wahrsten Wortsinn „getürkten und gut dotierte verbrecherischen Begutachter“ im weißen Kittel immer in Bahnhofsnähe zu finden - meist neben dem Eros-Center, damit der Klient kein Taxi in Anspruch nehmen muss, man schnell mit weitreichenden und menschenverachtenden Methoden belogen und betrogen wird. Selbst wer mit der Krankentrage liegend angeliefert wird, hat leider keine Chance auf eine reelle Begutachtung. Der Autor dieser Zeilen weiß, wovon er schreibt und kann es beweisen. Er hat symbolisch seiner Tochter auf dem Bahnhof Koblenz nach vorsätzlich-attestiertem Betrug einen Clown gekauft - als Erinnerung…


Mein Clown

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Rauschen im Blätterwald

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