Heinz Schmitz: Felkestädtisches Urgestein feiert 90.ten

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2018: Das Goldene Herz der Kochendörfer Stiftung für Peter Klußmeier

LachendFotos txtende anklicken Bad Sobernheim. Wer mir zum 90. Geburtstag gratulieren möchte, darf ab 11 Uhr in die Malteserkapelle kommen, so hatte der einstige Amtsrat Heinz Schmitz annonciert. Es wurde eng in der Malteserkapelle, über 200 kamen und gratulierten dem felkestädtischen Urgestein aus der Nahestraße. Der Naheland-Männerchor sang unter Dirigent Gerhard Wöllstein zwei lebensbejahende Premieren-Lieder, die von der Schönheit der Welt und dem Wonnemonat Mai kündeten: „Heut´ ist der schönste Tag“ und „Der Wandrer“, außerdem neben einer Zugabe das „Vater unser“ von Hanne Haller und „My Way“; - und da glänzten seine Augen – der Jubilar sang einst in mehreren Chören in Staudernheim und Bad Sobernheim.

Seine Ehrenämter und Auszeichnungen füllen Bände. Stadt- und VG-Verwaltung, Vereinsvertreter, Freunde und Weggefährte kamen, und derer gab es viele in 90 Jahren. 1941 trat er der Freiwilligen Feuerwehr bei, ehemalige Kameraden titulierten sein soziales Wirken und seine Tätigkeit als „Hansdampf in allen Gassen“. Heinz Schmitz war Wehrführer, stellvertretender Kreis-Feuerwehrinspekteur und ist heute Ehrenwehrleiter. Erst vor zwei Jahren legte er 88-jährige das Ehrenamt bei der Regionalen Volkshochschule in jüngere Hände, wo er fast sechs Jahrzehnte die Kasse führte.

84-jährig kam Karlheinz Schneider mit seinem grünen Mercedes Lkw aus dem Wingert und in Arbeitskleidung zur Malteserkapelle vorgefahren und das hatte seinen Grund: Der traditionsbewusste Winzersenior gratulierte auf seine Art und Weise und plauderte aus dem Nähkästchen: „Als ich erstmals aus dem Weinberg zu ihm in die Amtsstube kam, entschuldigte ich mich für die Arbeitsmontur. Da wies er auf seinen Schlips und sagte, dies ist meine Kleidung und das ist ihre – sie dürfen kommen, wann immer sie wollen“. Und weiter erzählte Schneider: „Der Lkw ist halb so alt wie der Herr Schmitz – damals bot er mir an, wenn ich finanziell nicht zurechtkomme, leiht er mir das Geld ohne Quittung und zinslos. Du gibst es mir zurück, wenn du kannst und das war`s. So etwas gibt es nicht mehr. Ein Mann ein Wort, bei dem der Handschlag zählte“, lobte und dankte Schneider seinen Freund und trug ein Gedicht als Hommage auf die Schönheit der Felkestadt vor.

DAS GOLDENE HERZ 2018 FÜR PETER KLUßMEIER Der Preis würdigt den Einsatz für das kulturelle Leben der Felkestadt. Die Preisträger: 1986 Professor Rudolf Desch, 1987 Herbert Wagner, 1988 Dr. Werner Vogt, 1989 MGV 1853 Liederkranz, 1990 Duane Homokay, 1991 Hans-Joachim Thrun, 1992 Elisabeth Lorenz, 1993 Professor Udo Schneberger, 1994 Harald Möhlig, 1995 Freundeskreis Freilichtmuseum, 1996 Wilhelm Schlipp, 1997 Gerhard Wöllstein, 1998 Gerhard Engbarth, 1999 Rudolf Gregor, 2000 Günter Friedrich, 2001 Wolfgang Heimer, 2002 Hendrik Ritter, 2003 Dorfgemeinschaft Steinhardt, 2004 Eva Tietz-Rennekamp, 2005 Prof. Wolfgang Stribrny, 2006 Hans-Eberhard Berkemann, 2007 Kulissenschieber (kath. Kiga), 2008 Paul Bregenzer, 2009 Arbeiterwohlfahrt und 2010 Kristian Nyquist, 2011 Betreuerteam des ökumenischen Seniorenclubs, 2012 „Rock&Rosen Sabine Schossig-Roevenich und Oliver Schneiß, 2013 Gerhard und Jutta Mietzker, 2014 Gottfried Kneip, 2015 Klaus Martin, 2016 Birgit Auweiler, 2017 Rudolf Teuscher und 2018 für Peter Klußmeier.