Weihnachts-Kinderkirche 2020 in Monzingen - Krippenspiel trotzt Corona

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FOTO´s UNTEN -anklicken- Monzingen. Im Advent  ist es Tradition, dass in der 1008 Jahre alten Martinskirche ein Familiengottesdienst für die Kinder und deren Angehörige stattfindet. Prinzipiell hatte die evangelische Kirchengemeinde „Mittlere Nahe“ aus Gründen der Rücksichtnahme und Sicherheit alle geplanten Gottesdienste bis 10. Januar 2021 abgesagt. „Gottesdienste sind weiter erlaubt, die Auflagen streng…“, teilte das Presbyterium als Leitungsgremium am Freitag mit. In der Monzinger Martinskirche war das Feld für ein kurzweiliges Krippenspiel vortrefflich bereitet; - auf dem Adventskranz brannten alle vier Kerzen, als Pfarrer Jörg Ruttloff auf das besondere Weihnachtsfest unter den AHA-Corona-Abstandsregeln im Lockdown ohne Gesang einstimmte. Neben der Maske hatte jedes Kind seine eigene Plastiktüte fürs das Mikrofon.

Derlei Aufführungen aus dem Lukas-Evangelium stammen aus dem wohl bekanntesten Abschnitt der Bibel, und sind seit dem 10. Jahrhundert überliefert. In den zurückliegenden Monaten haben die Kinder die Figuren einer Weihnachtskrippe gebastelt und ihnen quasi künstlerisch Leben eingehaucht. Für die Gestalten standen die Kinder „Pate“, will heißen, dass die Figuren in etwa die Größe ihrer Erbauer hatten, 1,20 bis 1,60 Meter. Die pfiffig-ästhetische Gestaltung und Ausstattung der Hirten auf dem Feld, den Sterndeutern oder dem Verkündigungsengel sowie Maria und Josef lag allein in den Händen der  Bastelteams, die im Vorfeld nach Familien oder dem Freundeskreis gebildet worden und mit den Eltern abgestimmt waren. Während dem Spiel platzierten die Akteure zu den entsprechenden Texten aus der Weihnachtsgeschichte ihre Darsteller in der Krippenszenerie vor dem Altar – ständig kamen kunstvoll-kreierte Gebilde hinzu, sodass Pfarrer Jörg Ruttloff letzten Endes mitten in der Krippenszene stand und den liturgischen Part verkündete. Gewohnte Lieder wie etwa „Wir sagen euch an, den lieben Advent“, „Kommet ihr Hirten“ oder „Macht hoch die Tür“ sowie „Stern über Bethlehem“ wurden textlich von Pfarrer Ruttloff und Sandra Heimer gesprochen und an der Orgel von Olga Pivovar begleitet.

Die Akteure berichteten vom „Wunder dieser Heiligen Nacht“ mit ihren eigenen Worten – ganz vorsichtig öffneten sie die knarrende Tür in Bethlehems Stall und lugten in die Futterkrippe; - „es roch nach Stall und das war wahrlich kein gemütlicher Ort…“, konstatierte die Laienspielschar. Die traditionelle Nach-Feier im benachbarten Gemeindesaal fiel dieses Jahr aus – dafür wurden flugs die Highlights eines Jahres aus den zahlreichen Kindergottesdienst-Sonntagen über Beamer auf eine Leinwand projiziert. Die Faszination gebastelter Windräder und die Schöpfungsgeschichte standen auf Platz 1, plauderte Sandra Heimer aus dem Nähkästchen, und was weiter übers Jahr in der Kinderkirche passiert sei, könne man im Gemeindebrief nachlesen, sagte sie. Bernd Hey.

IM DETAIL- NAMEN-Mitwirkende: Beim stimmungsvollen Krippenspiel am vierten Advent führte Sandra Heimer Regie. Die 45-jährige Bilanzbuchhalterin ist gebürtig in Eckweiler und seit ihrer Konfirmandenzeit 1988 eine Institution in Sachen Kinderkirche in der Monzinger Martinskirche. Die Akteure waren mit Elan und Feuereifer bei der Sache; - sie kamen aus Monzingen und Nußbaum. Lina Franzmann und Joline Heinrich verkörperten Maria und Josef. Marlen und Jonas Anspach waren zusammen mit Emma Franzmann und Elias Tullius für die Hirten verantwortlich und haben den Erzengel erschaffen. Anna und Philipp Erbenich sowie Tino, Mia Sophie und Emilie Spellmeier haben die drei Sterndeuter gebastelt. Bernd Hey.

Zum Foto: Alle vier Kerzen brannten auf dem Adventskranz, als traditionell das Krippenspiel im Familiengottesdienst in der Monzinger Martinskirche aufgeführt wurde.


Bild-Nach-Lese 2020

Krippenspiel kam an

in Martinskirche-1008 Jahre

Krippe bei Andreas Blatz