Pannen-Kochshow mit Julia Klöckner & Johann Lafer ein absolutes "No-Go" - Bitte mehr Zurückhaltung - Nicht in jedes Fettnäpfchen voll hineintreten

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Viel mehr Zurückhaltung. Bitte! 1. bis 5. Mai 2020: Es rauscht gewaltig in den sozialen Medien, in allen Netzwerken, auf allen TV-Kanälen und im Blätterwald. Grund sind die regionalen Kommunalpolitiker bis hinein ins Bundeskabinett, denen das Abstandsgebot, Mund-Nasen-Atemschutzmaske und „Social Distancing“ so etwas von lästig wie ein Kropf oder ein Holzprotokoll sind. Und Warum? Weil sie Entzugserscheinungen haben, während der Coronakrise nicht im Schaufenster zu stehen. Weil ihnen die Aufmerksamkeit, die gewohnte Reputation, Demut und Zurückhaltung fehlen und sie hemmungs- und schonungslos auf Selbstinszenierung, Showacts und unredliche Wahlwerbung in eigener Sache betreiben. Die Landtagswahl steht an. Da gilt es, sich zu positionieren. Die Sozis schießen mit den Gewerkschaften aus allen Rohren und auf allen VG-Ebenen als 1. Mai-arbeitgeberfreundlicher-Kümmerer. Zwölf Genossen aus allen Ecken und Winkeln werden genannt, jeder gibt den gleichen Senf dazu. Und wer hat den Tag der Arbeit erfunden? Ausgerechnet die Liberalen brüsten sich damit.

Andere Baustelle: Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gab ohne Abstands-/und Anstandsgebot weder bei Betriebsbesichtigungen, noch in der Erntehelferproblematik, noch bei Nestle` oder jüngst Anfang Mai 2020 mit dem gescheiterten „Stromburg“-Koch „Kochen mit Johann Lafer“ und von der Bildzeitung publizierten und von Kaufland gesponserten Kochshow – nachweislich ohne Abstand und Mundschutz - kein gutes Bild ab. Es herrscht im Netz, auf allen TV-Kanälen und im Blätterwald bis in die Bundespressekonferenz Spott und Häme. „Product-Placement, zudem qualitativ auf unterstem Niveau und aus Massentierhaltung“ schimpft die Grüne Umweltministerin Ulrike Höfken – eine ins „Fettnäpfchen tretende Wiederholungstäterin“ FDP-MdB Carina Konrad aus der Eifel. Die Lebensmittel sollen nicht bester Güte gewesen sein! Ist es Dummheit, Ignoranz oder Überheblichkeit? Braucht J.K. diesen Trouble? Warum wird sie vom Aktionismus und der Verzweiflung getrieben?

Selbst Schuld sagen Otto Normalo und Lieschen Müller, die als notorische Schwarzseher nicht immerzu alles schlechtreden wollen. Selbst schuld! Andere Leserbriefschreiber fordern „schweigen“ bis hin zum Rücktritt. So was von...

 

Bars, Restaurants, Kaffee, Eisdiele, Kino oder die Pizzeria sind geschlossen und fürchten um ihre Existenz, Lieschen Müller und Otto Normalo bangen um ihren Job. Der Kirner Hobby-Kochclub um Pia Böß musste sein 10-Jähriges am 30. März 2020 mit Stars und Sternekoch vertagen, ersatzlos streichen. Gleichzeitig klebt unsere Landrätin Bettina Dickes mit dem Bad Sobernheimer Sternekoch Philipp Helzle in der Show-Küche des felkestädtischen Luxus-Ressort-BollAnts-SPA im Park über dem YouTube Livestream-Kanal der Kreisverwaltung KH am Kochlöffel. „#Zusammenhalten, #zusammenkochen, #gemeinsamgegeneinsam“ – so der Slogan im Gourmet-Tempel mit drei-Gänge-Menu: Spargelsalat mit Bärlauch und geräucherte Forelle, Schweinelendchen mit Erbsen und confierter Kartoffel, und Nachspeise: Schokoladenkuchen mit Rhabarberkompott und marinierten Beeren. Guten Appetit. Aber: Warum gerade jetzt, beschäftigen die Menschen nicht andere Sorgen!? Auch hier wird öffentlich die Frage einer elitären Selbstinszenierung gestellt. Es hagelt viel Kritik jedweder politischer Couleur - von „Instinktlosigkeit“ ist trotz Benefizaktion für die Soonwaldstiftung die Rede – in mehreren VG´s von Stromberg bis Kirn und bis an den Glan fühlen sich neu gewählte Ortsbürgermeister mit ihren Problemen im Stich gelassen und wollen hinwerfen. So sieht´s aus. Warum ausgerechnet jetzt solche PR-Aufmerksamkeit? Tut dies Not?, fragen sie. Wäre weniger nicht mehr?

In der Kirn-Sulzbacher Wässerung, ausgerechnet im direkten Überschwemmungsgebiet, greifen alle nach dem Spaten und pflanzen „hoppla hopp im Schweinsgalopp“ und fast schon im Stundentakt und natürlich medienwirksam Bäume. Nichts gegen Bäume wie Flatterulme, Birke, Eberesche und Co., und nichts gegen Pflanzaktionen, aber wenn man hört und liest, wer da alles ausrangiert, selektiert und ausgeladen wurde, hat das ein delikates G`schmäkle. Kein Miteinander, Kirchturmpolitik. Meilenweit nur egoistische und egozentrische Selbstdarsteller. Einfach nur peinlich. Das hat der bundesweite „Tag des Baumes“ nicht verdient, so von Politikern missbraucht zu werden, während die eigentliche Kärrnerarbeit sowieso andere erledigen.


Es sollen nicht die besten Zutaten gewesen sein

Nix von SooNahe

Kein Lafers Traditionsgericht

Keine Etikette, mehr "Produkt-Placement"