Deutschland trägt Mund-Nase-Atemschutz - 555 in Lauschied verteilt

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Fotos unten anklicken. Lauschied. Am 2. Mai verteilte der 85 Mitglieder zählende Förderverein „Unser Lauschied“ in der 520 Einwohner zählenden Höhengemeinde kostenlos in alle Haushalte 480 hochwertige, farbige und dreilagige Atemmasken für Erwachsene, sowie weitere 75 kleinere für Kinder ab fünf Jahre. Die restlichen gehen in den Kindergarten „Villa Kinderbunt“ am Gemeindezentrum Mehrzweckhalle.

„Dieser Mund-Nasenschutz wurde in der Monzinger Firma Ruhe & Raum geordert, noch bevor die gesetzliche Pflicht eingeführt wurde“, dankte und erzählte der Vereinschef Jan Behrendt. Die Leute sollen mit Maske bei allen Gelegenheiten am öffentlichen Leben teilhaben können – etwa wenn sie Einkaufen oder zum Friseur gehen. In Lauschied gab es keine Corona Erkrankung – und daher wolle man alles Mögliche tun, dass die Bürger gesund bleiben, wünschte er.

Seit Anfang 2019 ist Jan Behrendt Erster Vorsitzender des Fördervereins „Unser Lauschied“. Er sagte: „Der Verein floriert, ist gut aufgestellt und sehr rege – durch Corona wurden wir ausgebremst“. Das alte Feuerwehrspritzenhaus wurde mit den rüstigen Lauschieder Rentnern abgerissen und zu einem Ruhepol und Blickfang; - die Arbeitsgruppe werde ideell und finanziell unterstützt, etwa, wenn in der Gemarkung Bänke und Sitzgarnituren aufgestellt werden. Gerade wurde der Spielplatz mitten im Dorf auf Vordermann gebracht – mit der Kita ist der Förderverein „Unser Lauschied“ gemeinsam Ausrichter des Weihnachtsmarktes.

Vereinssitzungen waren zuletzt nicht möglich – das alle zwei Jahre stattfindende Dorffest im Juli mit dem Musikverein wurde mit größtem Bedauern abgesagt. In der WhatsApp Gruppe tauschen sich die Mitglieder aus, und nach der Maskenverteilung soll es demnächst für alle Haushalte eine Notfalldose geben, kündigte Jan Behrendt an. Ebenso werde ein Defibrillator installiert und zu einen Erste Hilfe Kurs eingeladen. Vor 25 Jahren lernte der Kölner seine Deslocher Frau kennen, während er bei Harald Henn seine Diplomarbeit über die Meisenheimer Sickerwasseranlage der Deponie schrieb. Die Region und die Lauschieder Höhe wurden für das in Recklinghausen arbeitende Paar zum Lebensmittelpunkt, nachdem sie vor zehn Jahren das Lauschieder Pfarrhaus kauften und dies sechs Jahre lang modernisierten. Der 52-jährige Diplom-Ingenieur und Projektmanager bei der Firma Siemens berichtete von einer sehr guten DSL-Verbindung in Lauschied, was in den zurückliegenden Wochen in Corona-Zeiten für sein Home-Office sehr förderlich war. Bernd Hey.

Zum Foto links: Siglinde Dämgen (von links), Otto Heimer, Robert Rohr, „Unser Lauschied“-Vorsitzender Jan Behrendt, Sebastian Lenhardt, „Ob“ Willi Marx und Tina Mündel stehen versetzt und halten den Mindestabstand ein. Am Wochenende klingelten sie im Ort an den Türen und verteilten in Lauschied an Erwachsene und Kinder kostenlos 555 Mund- und Nasenschutzmasken. Bei einem weiteren Foto ist die Produktionsstätte Ruhe&Raum im Gewerbezentrum Monzingen zu sehen.