Rheingrafenberg Meddersheim hat 2020 einen Namen: Jan Simon Mensch ist Kellermeister & Geschäftsführer in Personalunion mit Inspiration & Ideen

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Fotos unten am Textende! Meddersheim. Der neue Kellermeister und studierte Diplom-Ingenieur Jan Simon Mensch drückt der kreisweit einzig verbliebenen Winzergenossenschaft („WZG“) mehr und mehr seinen Stempel auf und geht neue Wege: Das Sprichwort „niemals neuen Wein in alte Schläuche“ füllen, trifft in der Genossenschaft Rheingrafenberg in besonderer Weise zu – die Weinprobe erstmals im Edelstahltanklager am dritten Advent wurde zu einer überwältigenden Premiere.

„In Zeiten, wo ein Lebensmittelskandal den Nächsten jagt, ist es wichtig zu zeigen, wo das Lebensmittel Wein herkommt. Weg vom antiquierten Holzfasskeller, weg mit den alten Zöpfen - unser Privatkundenanteil steigt rasant – unsere Konsumenten aus dem Handel und den Verbrauchermärkten haben ein Recht darauf zu erfahren, wo ihr Wein herkommt, und wie, wo, und wann was gemacht wird“, so die Philosophie des neuen Geschäftsführers in Personalunion. Viele vermuten nicht ansatzweise die Größe, die in Edelstahltanks tief im Erdreich hinter den Verkaufsräumen schlummert, sagte er. Und: Die Kunden seien vom optisch-einladenden Ambiente tief beeindruckt und die Resonanz überragend gewesen, resümierte er am Ende des zweitätigen Weihnachtsmarktes mit der Präsentation von sieben neuen Weinen aus dem 2019-er Jahrgang. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen traditionell die 2018er Weine, die jetzt ihre ideale Trinkreife erreicht haben, weiß der zuständige Werbetingstratege und frühere Herausgeber der auflagenstarken Hochglanzbroschüre „Selection“ als dem führenden Genussmagazin und Trendsetter schlechthin, Peter Cech. Trockener Riesling, Bacchus und Rose` waren ausverkauft– Grauburgunder als weitere Stütze der Genossenschaft laufe sehr gut und werde ebenfalls vom neuen Jahrgang in Flaschen abgefüllt– weil jetzt bei Fastnachtsveranstaltungen rege nachgefragt, informierte der Nußbaumer Vorstandsvorsitzende Jürgen Sponheimer. „2019 wird qualitativ ein sehr guter Jahrgang – wir sind transparenter und mit Top-Qualität vielfältiger geworden und haben beispielsweise nach fast 30 Jahren wieder eine Riesling Beerenauslese im Fass“, ergänzte Jan Simon Mensch zufrieden.

Natürlich waren die „Neuen“ bei der weitgereisten Stammkundschaft mit Kfz-Kennzeichen aus ganz Deutschland der Renner – auch Meddersheimer und Mitbewerber strömten zahlreich, obwohl der 2019-er nicht gekauft werden kann, weil noch nicht abgefüllt. Und längst muss sich die WZG als Dienstleister für Trautwein oder die Moselaner WZG im siebtgrößten Anbaugebiet Nahe mit 4225 Hektar nicht jedem Supermarkt oder Discounter in der preislichen Abwärtsspirale hinwerfen. Das war einmal und ist heute ein wirtschaftlicher Trumpf.

 

Es dürften erneut um die 500 Verkoster gewesen sein. Die Weinprobe tief im Keller mit 48! Sorten kostet seit Jahren fünf Euro, die Probanden erhielten einen Gutschein im Gegenwert. Will heißen, dass der fünf-Euro-Gutschein bei einem Einkauf von 50 Euro abgezogen wird. Alle, die ihre Wein- und Sektauswahl mitnahmen, erhielten einen Abholerrabatt von zehn Prozent.

Begleitend zur Weinpräsentation im Keller und Repräsentationsraum der WZG fand der traditionelle Weihnachtsmarkt mit zahlreichen regionalen Anbietern und Ständen statt. Spezialitäten und Raritäten aus der Region, feinstes Olivenöl und neue Kreationen bereicherten das Angebot - die WZG bietet darüber hinaus Vereinen und Institutionen eine Präsentationsplattform – gestern nutzten Schüler der BBS Wirtschaft, Bad Kreuznach dieses Podest. Kunstgewerbe, Waffeln, Kaffee und Kuchen, Winzerglühwein und Kinderpunsch sowie frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus dem Soonwald wurden angeboten. Musikalisch umrahmte am Samstag das Brass Ensemble aus Weiler mit weihnachtlichen Klängen.


Hochgelobt-500 probierten

Holzfass nur dekorativ

und stimmungsvoll

Hier spielt die Musik

bei der Beerenauslese