Die Menschen im Kirner Land haben eine sehr gute Wahl!

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Über 600 kamen – Kirns gut Stubb` platzte aus allen Nähten, als am 23. September 2019 die Kirner Zeitung / Der Öffentliche zum ersten Wahlforum zwischen den VG-Bürgermeisterkandidaten Thomas Jung („TJ“, 47 Jahre, Oberhausen, OB und Polizeibeamter), Oliver Kohl (45, Hennweiler, VG-Werkleiter, Beamter) und Andreas Römer (57, Hochstetten-Dhaun, Kripobeamter) ins  Gesellschaftshaus einluden.

Bei dieser Veranstaltung kristallisierte sich bei aller Neutralität ganz klar ein Trend heraus – wenn es um verwaltungstechnische Fragen, Personal, um das Wasserdargebot und Gebühren, um ärztliche Versorgung und Krankenhaus, Straßenausbaubeiträge, einen Wertstoffhof, Schulen und Kitas oder Grünschnittplatz ging, war Oliver Kohl als profunder Insider gefragt.

www.Heylive.de meint, tippt und kommentiert: Insofern könnte die obige Reihenfolge auch am Wahlabend aussehen - Kohl tut sich mit seiner Kandidatur nicht weh und war nur Platzhalter der Genossen. Thomas Jung macht´s, liegt am Wahlabend mit 6o Prozent plus X vorn. Gefolgt von dem fachlich versierten Oliver Kohl mit um die 30 Prozent, dem in Zeiten von „Genosse-Trend“ und GroKo das rote Parteibuch eher ein Klotz am Bein ist. Und auch Andreas Römer bleibt unter seinen Möglichkeiten, unter 10%, weil die Mitbewerber zu dominant-stark sind. Weiterer Grund: „TJ“ holte als OB bei der Kommunalwahl in Oberhausen nach amtlicher Auszählung über 98 Prozent. So etwas hat etwas. So etwas wurde in Diktaturen mit Manipulation und ohne Auszählung par ordre de Mufti verkündet. Nicht so in Oberhausen bei Kirn an der Nahe. Ergo: Der/die Wähler in und um Kirn müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, solch einen parteiunabhängigen Macher und Gestalter als Glücksfall mit neuem Schwung und Elan zu ignorieren, zumal "Kontrahent" Oliver Kohl nach dem Stellenplan und Leitungsverzeichnis als VG-Werkleiter eh „gesetzt“ ist und bleibt. Standpunkt/Kommentar-Ende.

Die Sitzordnung der drei Kandidaten und das Prozedere im Gesellschaftshaus waren ausgelost und durch Moderator und den länger als eine Dekade in Kirn wirkenden Redaktionschef der Kirner Zeitung und heutigen Redaktionsleiter beim Öffentlichen Anzeiger in Bad Kreuznach, Rainer Gräff, gewahrt. „Es beginnt ein neues Zeitalter“, sagte er. Aber Neues oder Spektakuläres, Highlights, oder gar Versprechungen gab es keine, wie auch – höchstens Versprecher: „TJ“ sprach anstatt von 100 Tagen von 100 Jahren.

Die finanziellen Zwänge und Pflichtaufgaben werden durch Kreis, Land und Bund diktiert, im Kirner Land stehen Präambel und Fahrplan im Fusionsvertrag niedergeschrieben. Einzig das riesige Interesse überraschte positiv. Alle drei Bewerber gaben in ihrer Vita an, Teamplayer in Sachen Fusion, Menschenkenntnis und Mitarbeiterführung zu sein, was Balsam auf die Seele fast aller anwesenden Mitarbeiter aus Kirn-Land und der Stadt Kirn war. Es müssen im digitalen Zeitalter Ressourcen gebündelt und zusammengeführt werden, was längst zusammen gehört.

Sechs Fragen für jeden (3 Minuten) drehten sich um schwächelnden Tourismus, zunehmende Landflucht, Schule und Kita, Fusion, Zuwanderung und Migration (aktuell 5oo Personen im Kirner Land), die Wertigkeit der Region als subjektives Gefühl eines struktur- und finanzschwachen Stiefkind des West-Kreises (TJ: „Ja. Das würde ich so sehen“) oder wie die Stadt Kirn mit seiner überragenden Stellung eingebunden werden kann - 8.500 Einwohner im Ehrenamt zu managen sei mehr als sportlich. Und: Die Ausrichtung mehr ins Land der Edelsteine zum Naturpark forcieren, oder am Rande des Naheweinlandes bleiben? Bekanntlich heißt der beste Nahewein westlich von Martinstein Kirner Bier. Spannende Fragen seit Jahrzehnten.

Eine Anmerkung zum Schluss: Mit dieser Veranstaltung betrieb die Kirner Zeitung Kundenpflege im allerbesten Wortsinn. „Warum so früh, die Wahl ist doch erst am Sonntag, 2o.Oktober 2019?“, fragten Leser im Vorfeld. Redakteur Armin Seibert erklärte es: Das Gesellschaftshaus war frei, außerdem beginnt schon im September die Briefwahl. Überhaupt muss an dieser Stelle der noch einzig verbliebenen Tageszeitung an der mittleren Nahe, den Redakteuren und freien Mitarbeitern vor Ort, die sich täglich in langen Ratssitzungen und Konzerten den „Hintern absitzen oder aufreißen“ ein ganz dickes Kompliment gezollt werden. Meckern kann und tut jeder, am meisten die, die mit Abwesenheit glänzen, keine Zeitung lesen, in sozialen Netzwerken ihr eigenes Süppchen köcheln, Senf beigeben und mehr noch, sich einiges Ungereimtes, Hinterwäldlerisches anmaßen: In den eigenen drei Portraits der Bewerber wurden sogar schon die Zeilen gezählt, das Bild abgemessen, im Leserbrief „Führungskraft statt Parteibuch“ geäußert, Zitat: „Da ich alle drei Bewerber schon Jahrzehnte lang kenne und deren Darstellung durch die Medien nicht zustimmen kann, bin ich voreingenommen“- Zitatende. Hallo wach? Was soll das denn? Was soll „in den Medien“ pauschaliert falsch sein, wenn der Text von den Kandidaten stammt? Wurde da mit der Lupe gesucht? Jedenfalls sind die Anwesenden rundum informiert worden. Chapeau!