Meister Maddin macht Koppweh ganz kirre! Beliebter Stand up Comedian Star

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CoolÜberraschtFotos UNTEN anklicken: Kirn. Erstmals gastierte der „Maddin“ mit seinem Programm „Denke macht Koppweh“ im ausverkauften Kirner Gesellschaftshaus. In Kirn quälten und zermarterten den 54-jährigen Komiker die ganz banalen Fragen eines Junggesellen: Ist meine Haustür abgesperrt und sind die Fenster zu? Nicht dass sich noch ein „Vöschelsche uff de Toaster hockt“, der zu brenne anfängt und den ganzen Stadtteil auslöscht. Oder: Sind die Gelben Säcke draußen?, „Hab ich mein Herd angelosse?“, obwohl er leise nachschiebt, dass er gar keinen Herd hat. Es sind diese verqueren „Linke-Fuß-Aufwach-Gedankengänge“, die ihn wirres machen, wenn Brüllgedanken aus seinem Kopf qualmen! Ja, an so einen Käs’, an Stress und Burn-out zu denken - an Wurscht und Käs`, sozusagen an den „Worst-Case" - das können nur wir Menschen!

Die Bühne ist spartanisch – ein Hocker mit einem Glas Wasser genügt, als der Tausendsassa mit rotem Sakko und roten Turnschuhen die Bühne stürmt. Die vordere Reihe ist im Geben und Nehmen des Dialogs voll eingebunden: Mit Petra plaudert er süffisant übers Thema Älter werden, Schönheitsschlaf und „Schlupflieder, wenn es nur noch in eine Richtung (Friedhof) geht; - Ingrid fragt er, was sie vor dem Auftritt gedacht habe: „Endlich geht´s los“, antwortete die und zu Philipp und Bert sagt er: „Ihr seid genau die Leut´, die ich heute Abend treffen wollt! Maddin bei der Fangemeinde in seinem Element und die wurde nicht enttäuscht – alle wussten, was für ein Humbug und Blödsinn da auf sie hernieder prasselt.

Ohne Punkt und Komma redet sich die erste hessische Dummbabbelschnud` als Geschichtenerzähler in Rage, sparte nichts aus und erntete Szenenapplaus. Maddin weiß selbst am besten, dass die Kopfweh-Gedanken als Überbleibsel aus der Steinzeit herrühren, als die Naheländer mit Speer bewaffnet auf Säbelzahntiger- und Mammutjagd gingen und öfter eins auf die Nuss bekamen. Heute schiebt „man“ das Einkaufswägelchen mit Klopapier, Salzstangen und Pampers durch den Discountergang, um die Sippe und die Frauen, die der Charmeur bedingungslos als „goldische Zuggerschnutschneggche“ hofiert, vor dem Hungertod zu bewahren. Apropos Zuckerschnut und Süßholzraspler: Für einen Saunagang mit einer Rothaarigen lässt Maddin ungern eine „Schwaddzwälder“ Kirschtorte stehen und gewinnt dem sanften „Hefedeischkneten“ mit seinen Rezeptoren erotische Züge ab; - dann gestikuliert er wild mit allen Extremitäten, erzählt von seiner Dating-App und dann werden die Mimik, Augen und Mund strapaziert und das Publikum amüsiert sich köstlich über den Grimassenschneider und Possenreißer.

Und was bitteschön haben schnarchende Frauen mit Moschusochsen gemein? Es sind die robustesten und rabiatesten, egozentrischste Wesen, die sich um nix kümmern – es sei unbeschreiblich, wie viel eine Frau reden kann ohne zu denken.

Im Fernsehen macht sich der Burgholzhausener Martin „Maddin“ Schneider mit seinen ausschweifenden südhessischen Schenkelklopfer-Tiraden rar, obwohl „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ mit ihm als „Speedy“ oder die „Schillerstraße“ im Kirner Gesellschaftshaus beim Publikum in aller Munde sind und seinen Bekanntheitsgrad steigerten, wie etwa Jasmin Kaasik aus Kirn und der Simmertaler Marcel Baumgärtner berichteten. „Maddin ist Kult seit Kindesbeinen, ihn live zu erleben war für uns Wahnsinn und ein Erlebnis“, freuten sie sich und warteten geduldig, bis er sich mit jedem Zuschauer, der es wollte, fotografieren ließ. Bei den hochgelobten „Naheländern“ war Maddin in der Region 2014 in Meddersheim und jetzt erstmals im ausverkauften Kirner Gesellschaftshaus - für den Bodenheimer „mach-4“ Veranstalter Jens Marquardt ist der Künstler ein kongenialer Kumpeltyp, war erster Stand-up-Comedian bei RTL gewesen, der die Nacht zum Tage machte. Maddin stehe auf einer Ebene mit Bodo Bach, Urban Priol, Begge Peter oder Äppelwoi-Ikone Heinz Schenk, jedenfalls was das „Rhoihessische“ oder die hessisch-fränkische Mundart betrifft, die harte Konsonanten verschluckt. Worte wie der „Aschebäscher“, „de Schwervebräscher“ oder mehrere im Chor gesprochene, fast schon gesungene Worte wie „Gänseblümchenwiese“ oder geistreiche Weisheiten seiner Oma wie „Wie mer sich dreht und wendt, da Arsch bleibt immer hinne!“ oder „Reesche im Mai, April vorbei“, klangen lange nach. Jene Passagen faszinierten und fesselten den früheren Kirner Notar Friedrich Fischer in der ersten Reihe. Und unisono bemerkten Monika Sroka aus Simmertal und Helmut Hübner aus Limbach: „Ihn einmal live und natura zu erleben, wie er mit seinem ausgesprochen-schlanken Körperbau quicklebendig wie ein Flummi über die Bühne tigert, das war großes Kino. Seine große Klappe ist sehr angenehm. Ein hochintelligentes und pfiffiges Kerlchen“, lobten beide.

Zum Foto: Noch lange ließ sich Meister Maddin als Publikumsliebling mit seinen Fans im Kirner Gesellschaftshaus fotografieren. Für Jasmin Kaasik aus Kirn und Marcel Baumgärtner aus Simmertal war Maddin „wahnsinnig genial und genießt bei uns seit Kindesbeinen Kultstatus“.


Maddin hat seine Fans

schlanker Entertainer

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Maddin in Meddersheim