Mit einer Träne im Knopfloch feierten VfL-Nußbaum & Bachschnooge

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CoolVerlegenNußbaum. Fast sechs Stunden lang Partystimmung, Frohsinn und Heiterkeit, mitreißende und allerfeinste Dorffasenacht par Exzellent hatte die 22. Kappensitzung des VfL-Nußbaum seit Einweihung des Gemeindehauses auf dem Kuhberg zu bieten. Und doch endete die rasant-urig-närrische Weltreise mit der berühmten „Träne im Knopfloch“, weil nach 17 Jahren Schnoogefänger-Sänger und Sitzungspräsident Harald Fett das Präsidialamt an den Nagel hängte; - auch daraus machte das närrische Auditorium lange nach Mitternacht eine rauschende Abschiedsfete.

Die urbane Nußbaumer Welt und die fünfte Jahreszeit werden nicht untergehen, wer solch brillante Büttenredner wie „Es Katsche vom Gadderhof“ (Katja Jaborek), First-Dorflady Anke Wiechert, der leibhaftig-geklonte Comedian Heinz Becker (Torsten Franzmann), Monika und Christian Bärdges, das echte Nußbaumer Mädchen und Frohsinns-Urgestein Erika Bodtländer („Es Mariechen“) sowie die rasanten VfL Fußballmäd` oder ein feurig-tanzendes Männerballett in ihren Reihen weiß, um nur einige aus dem abendfüllenden Programm zu nennen, braucht um die Zukunft keine Bange zu sein. Eine makellose Visitenkarte hinterließ die Schüler-Tanzgruppe Nuttregirls mit Lina und Emma Franzmann, Aline und Vivien Jaborek und Emilia Ludwig.

„Heiterkeit und fröhliche Fasenacht ist harte Arbeit – wenn es am Schönsten ist und die Zuschauer noch `schade` sagen, sollte man aufhören“, sagte der in Allenfeld aufgewachsene und seit 37 Jahren in Nußbaum lebende (noch) 56-Jährige auf gezielte Nachfrage. Ja, wenn man etwas so perfektionistisch betreibe, gehe es an die Substanz und ans Nervenkostüm, dachte Harald Fett laut nach. Sehr emotional sang der Schnoogefänger „My Way“, dankte seiner Familie und seiner Frau Sigrid, die er vor exakt 40 Jahren kennenlernte, als ihm die Hosennaht zerriss und sie eine Sicherheitsnadel hatte, die man dann im Nachhinein nicht mehr brauchte… Aufrichtiger Dank ging an die Staurummer Bachschnooge und brillante Schnoogefänger – mit denen der VfL-Nußbaum seit Jahren eine „traumhafte Symbiose einging und die immer aus eigener Pläsier als Lückenfüller und mitreißenden Stimmungsraketen da waren, wenn sie gebraucht wurden“, lobte Fett. Er wurde im Kreise aller Akteure auf der Bühne mit stehenden Ovationen geehrt und vom närrischen Auditorium mit leuchtenden Knickstäben gefeiert.

Das Gardeballett „New Spirit“ unter Leitung von Nadine Forney, Tochter des Sitzungspräsidenten, weiß genau, was Zuschauerherzen höher schlagen lässt: In orientalischem Outfit zu „Aladins Wunderlampe“ waren sie eine adrette Augenweide und füllten die Bühne, zeigten professionell atemberaubend-geniale Choreografien mit spektakulären Hebefiguren bis unter die Decke. Überhaupt jagte ein Höhepunkt den Nächsten. Im vergangenen Jahr als Cowboys überraschten in diesem Jahr die VfL- Fußballdamen im Crow-Maske – Playback als Carrera, Pavarotti und Domingo lieferten in einer Paraderolle Vera Buch, Birgit Daum und Marion Gräff, eine Glanznummer mit viel Handgeklapper hatten Sigrid Fett, Marion Gräff, Katrin Hevert, Bärbel Kappen, Bianca Sponheimer, Carola Will und Dagmar Sponheimer synchron einstudiert – da wurde viel Probenfleiß sichtbar.

„Von wegen, auf dem Gadderhof ist nix los…“ das Nußbaumer Urgestein Katja Jaborek berichtete vom krassen Gegenteil, von allen möglichen Kalamitäten und Haustürgeschäften, Grumbiere-, Obst- und Dippeverkäufern und Hausierern bis Abo- und Staubsaugerquengler und half dem Alt-Eisenhändler noch selbst, die neuen Fahrräder der Kinder aufladen - da bebte die Narhalla, da wurden frenetische Ovationen und „Ui jui jui jui“- Gesänge laut, Raketen gezündet. Auch bei den eingangs erwähnten Büttenrednern oder „Heinz Becker“ mit seinen spätzündenden Pointen. Der Winkeladvokat war Nachrücker für Elke Kiltz im Ortsgemeinderat, plauderte galant aus dem Nähkörbchen von 50 Kirner Lange und 60 Obstler: Und eine neue Leber für Thomas Müller? „Kein Problem, fahre mir in die Uni nach Mainz hole. Und von wegen, Arztbesuch nach Termin? Da muss man ja vorher überlege, an was man krank wird“. Launig bis heiter nahm  Nußbaums First-Lady Anke Wiechert das Dorfgeschehen, die Fusion, den anwesenden Stadtchef Michael Greiner und weiße Breitband-Flecken ins Visier. „Vom Mars empfängt man deutliche Signale, aus Nußbaum kann man nicht nach Sowwerum telefoniere“; - verkehrte Welt, wer soll das verstehen: „Ich nehme es jetzt einmal in den Mund –dank Hevert ist Nußbaum kerngesund!“, außerdem will sie sich das Bürgermeisteramt hole: „Es geht um viel Ehre und ganz viel Kohle“. Narhallamarsch!

>>Weitere aktive Mitwirkende und Akteure: Auf Tischen sangen Halli und Galli: Torsten Forney und Thomas Porth. Der 7-er Elferrat: Harald Fett, Axel Buch, Marco Dhonau, Michael Becker, Jürgen Baldes, Görg Becker und Markus Hevert. Staudernheimer Schnoogefänger: Erich Fett, Harald Fett, Michael Kauffmann, Jürgen Krahn, Ernst Pulg, Frank Ott, Ralf Anacker und Wolfgang Brandenburger. Das VfL-Männerballett: Marco Dhonau, Alex Gräff, Fabian Gräff, Jan Philip Buch, Tobias Buch, Michael Becker, Jannick Geiß, Max Sponheimer, Kenny Haynes, Kalli Sponheimer, die Leitung hatten: Franziska Becker, Luisa Dhonau, Nina Franzmann und Anna-Lena Kappen.

Gardeballett New Spirit: Vivien Arndt, Jennifer Fett, Christina Zauner, Nadine Welker, Lara Wagner, Marie Wagner, Mareike Schanz, Lena Kehl, Alina Becker, Isabel Capobianco und Lea Kaufmann.Tanz New Spirit: Katharina Kissel, Kathrin Porth, Yvonne Blum, Jasmin Walloch, Cordula Wiedemann, Sophie Sesselmann, Isabel Kaufmann, Jennifer Fett, Lara Wagner, Lea Neubrech, Annalena Härter, Eva Stephan und Trainerin Nadine Forney.


VfL Frauen mit Handgeklapper

Finale

Es Katsche vom Gadderhof...

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Wolle & Pfarrer