Ex-Ob und Feuerwehrmann Bernd Müller muss nach 48 Jahren gehen

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Hochstetten-Dhaun. Wegen Erreichens der Altersgrenze wurde Hochstettens früherer Bürgermeister Bernd Müller nach 48-jähriger Dienstzeit als Feuerwehrmann verabschiedet. 21 Jahre lang war er von 1973 bis 1994 Wehrführer und bis vergangenen Samstag 19 Jahre lang Stellvertreter. VG-Bürgermeister Werner Müller und Wehrführer Volker Müller hoben als Laudatoren das besondere Engagement, die Kollegialität und Verlässlichkeit von Bernd Müller hervor, der im Alter von 29 Jahren die Freiwillige Feuerwehr Hochstetten-Dhaun übernahm und bis heute prägte. Noch immer ist er Vorsitzender des 120 Mitglieder zählenden Fördervereins. Über den aktiven Dienst hinaus sei Bernd Müller bei Umbau- oder Renovierungsarbeiten, beim Organisieren oder beim „Bämsche insammele“ Motor und treibende Kraft gewesen. 1991 wurde ihm das Silberne, im Jahre 2000 das Goldene Ehrenzeichen der Feuerwehr verliehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten 25 Jahre Verwaltungsgebäude Kirn-Land werde er mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold am Bande geehrt, verriet der VG-Bürgermeister. Aufgrund der guten Kameradschaft sei die Feuerwehr Hochstetten-Dhaun im positiven Sinne als „Feierwehr“ bekannt. Bernd Müllers Nachfolger ist der gelernte Betriebsschlosser und Brandmeister Dirk Bartnick, Bürgermeister Werner Müller verpflichtete ihn und nahm dem 43-jährigen Außendienstler der Kirner Privatbrauerei den Amtseid ab.

Noch in diesem Jahr soll die 22-köpfige aktive Wehr erstmals in ihrer langen Geschichte im Rahmen einer überörtlichen Sammelbestellung ein neues Staffellöschfahrzeug (STLF) mit 1000 Liter Wasser erhalten. Dies sei für die Topografie und die Aufgaben in fünf Ortsteilen zwingend notwendig. Bisher haben die Hochstetter ein LF 8 und ein TSF ohne Wasser mit maximal 90 PS. Die Ausstattung für das neue Auto mit stolzen 170 PS wurde vergangene Woche in Auftrag gegeben, der Förderverein unterstützt finanziell.

Die Kommune hat Seibels-Bus-Garage neben dem Feuerwehrgerätehaus und dem Gemeindeschuppen in der Brunnengasse gekauft. Ein Blechaufbau soll bis aufs bestehende Mauerwerk diese Woche abgetragen und die Grube im Boden verfüllt werden. Dann wird ein massiv gemauerter Aufbau erstellt und energetisch gedämmt. Das bestehende Feuerwehrgerätehaus war für das neue Fahrzeug nicht hoch genug, konnte wegen massiver Betonträger und  Versorgungsleitungen nicht einfach umgebaut werden. Die neue Halle erhält eine Gas-Heizung, damit hier die Spinde der Wehrmänner, die Atemschutzgeräte sowie weiteres Material optimal untergebracht ist.

Foto: Nach 48 Jahren verlässt Bernd Müller (links) die Feuerwehr, aber auch ein bestelltes Feld. Gerne hätte er noch das neue Fahrzeug gefahren. Ihm und Ehefrau Karin dankten Werner Müller und Wehrleiter (und Bruder) Volker Müller (rechts). Dirk Bartnick (mitte) wurde als neuer Stellvertreter eingeführt und ihm den Amtseid abgenommen.


Bernd Müller (li.) muss mit 63 gehen

Bruder Volker (re.) am alten Auto