59-Jährige in Meddersheim stranguliert - Ehemann zunächst verhaftet, später entlassen. Täter auf freiem Fuß! - Was geschah in der Nacht im Lärchenweg No.7?

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Fotos unten -Textende-Meddersheim. „Haben Sie schon von dem schrecklichen Mord heute Nacht im Ort im Lärchenweg 7 gehört und fühlen sie sich sicher?“ –mehrere Kamerateams, Radio- und Privatsender gingen am frühen Morgen des 18. Dezembers 2015 durch die sonst so beschauliche Weinbaugemeinde und suchten händeringend Interviewpartner. Aber im Prinzip konnten die Meddersheimer außer den Facebook-Einträgen relativ wenig Auskunft über die Familie und das Tötungsdelikt in der Nacht geben. Selbst die nächsten Nachbarn wie Agnes und Harald Grimm antworteten dem Südwestrundfunk telefonisch nur, dass das osteuropäische Paar zwar freundlich, aber „ mehr für sich und sehr zurückgezogen“ seit weniger als vier Jahren hier mit dem erwachsenen Sohn lebte. Die Familie wohnte schon früher in Nachbarorten der Region, die Frau lebte schon einmal getrennt, und das familiäre Verhältnis nicht unproblematisch gewesen, so mehrere Meddersheimer unisono. Er ist Schichtarbeiter, sie arbeitete laut Facebook im Kurhaus Menschel und in Privathäusern. „Nein, wir haben nichts mitbekommen“, sagte Agnes Grimm – erst als die Feuerwehr anrückte und das direkt angrenzende Anwesen mit Lichtmast ausleuchtete, seien sie aufmerksam geworden, weil es taghell wurde und die Straßenleuchten an dem Wendehammer sonst vor dem Haus defekt sind. „Wer denkt denn schon daran, dass hier jemand um die Ecke gebracht wird?".

Ihr gleichaltriger Ehemann hatte selbst am frühen Freitagmorgen bei der Polizei in Kirn gegen 1 Uhr den Tod seiner Frau gemeldet. Er teilte mit, dass er seine Frau tot vor dem Haus liegend aufgefunden habe. In ersten Meldungen war von einer dritten Person die Rede. Als Beamte zum Wohnhaus der beiden fuhren, fanden sie die 59-Jährige tot vor dem Haus liegend. Da Angaben des Mannes nicht zu den Spuren vor Ort zu passen schienen, wurde er zunächst festgenommen, das Auto des Ehemannes wurde in Kirn sichergestellt, das zweite am morgen in Meddersheim abgeholt. Die Spurensuche am Tatort war schwierig, Schuss oder Stichverletzungen waren an dem Opfer nicht zu erkennen. Die schnelle Obduktion brachte schließlich ein klares Ergebnis. Das Opfer sei mit einem Halstuch oder Schal stranguliert worden. Die "Tatwaffe" sei sichergestellt worden. Der leitende Bad Kreuznacher Oberstaatsanwalt Michael Brandt reagierte laut Eilmeldungen auf die Entscheidung des Ermittlungsrichters überrascht, der den Ehemann am gleichen Tag gut zwölf Stunden später auf freien Fuß setzte.


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