Lauschied hat viele Baustellen - "Unser Lauschied" stößt an seine Grenzen

Kategorie: VG Sobernheim, Lauschied

 

 Schuldenlast drückt - droht Lauschied die Zwangsverwaltung?
SmileyLauschied. Der vor zwei Jahren gegründete Verein „Unser Lauschied“ mit 85 Mitstreitern ist eine feste Größe im Ortsgeschehen und sehr rege. Jüngst haben Mitglieder mit Kaltbitumen auf einer Länge von über 50 Meter in der Bärweiler Straße die gröbsten Löcher geflickt und Stolperfallen im Asphalt beseitigt. Eine mühselige Arbeit für den Vorsitzenden und Ortsbürgermeister Willi Marx, Robert Rohr, Klaus Gölz und Heribert Rauch, die sich über Handreichungen und Wasser von Anwohnern wie Michaela Enders freuten. Dennoch klagt Marx, dass ihm aus dem Gemeinderat und im Förderverein „Unser Lauschied“  infolge zahlreicher Baustellen die Helfer ausgehen. Bis 2013 hat die hoch verschuldete Gemeinde noch Zeit, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Gelingt dies nicht, wird die Kommunalaufsicht Lauschied wohl unter Zwangsverwaltung stellen. Dreh- und Angelpunkt, aber auch Kostenfaktor ist das 1995 in Dienst gestellte Gemeindezentrum. Nicht nur, dass Tilgung und Zinsen die Dorfgemeinschaft noch über Jahrzehnte drücken, auch die jährlichen Folgekosten sind erheblich. Marx freut sich nun, dass es ihm in wenigen Monaten gelungen ist, zumindest die Personalkosten fast um die Hälfte zu senken.Der CDU-Mann kennt das übernommene Erbe: 2000 Euro Schulden pro Einwohner. Und Marx weiß: „Von diesen Schulden kommen wir ohne fremde Hilfe nicht runter“. Doch Aufgeben ist Marx‘ Sache nicht. Er versucht, die Lauschieder mitzunehmen, Boden unter die Füße zu bekommen und hofft auf Sponsoren und Geldgeber. Jüngstes Beispiel: Nach jahrelangen Beratungen sind Anfang des Monats am Brunnenfest infolge starker Regenfälle Teile des alten Spritzenhauses an der Deslocher Straße eingestürzt. Die Kreisverwaltung hatte das Gebäude für einsturzgefährdet erklärt und den Abriss gefordert. Nachdem Marx in Eigenleistung mit einigen Helfern bereits das Dach abgedeckt hatte, riss der örtliche Unternehmer Bernd Kellas das Gebälk sowie die Giebelmauern ab. „Es ging überraschend reibungslos und kostengünstig“ sagte Marx. Nun steht noch das Erdgeschoss an der Scheune Tödt-Trunk. Die gefährlichen baulichen Mängel sind beseitigt, eine Gefährdung für Fußgänger und den Straßenverkehr sieht Marx nicht. Eine Plane schützt provisorisch vor Feuchtigkeit und Frostschäden. Über Winter soll eine Lösung zwischen Komplettabriss und weiterer Nutzung gefunden werden. Ideen gibt es täglich neue, Marx kann sich vorstellen, den alten Torbogen und die Säulen zu erhalten. Mit einem neuen Satteldach könne das Gebäude dann als künftige Begegnungsstätte ein neues Aussehen erhalten, und im Inneren Bänke zum Verweilen einladen. „All das ist noch Zukunftsmusik aufgrund finanzieller Zwänge“, betonte Marx. „Schön wäre sicher so ein Plätzchen mitten im Ort in der Nähe der evangelischen Kirche“, sagte der Lauschieder „Ob“ und freute sich über eine gut besuchte Lauschieder Kerb. Die wurde bekanntlich in der VG Bad Sobernheim als letzte im Jahr am ersten Novemberwochenende mit Umzug und Kerwered` gefeiert.


Ehrenamt ist gefragt

Besembinner als "Straßenflicker"

Das alte Feuerwehrhaus