"Florian Kirn 34" ist der Rufname der neuen Drehleiter - Weitere folgen!

Kategorie: Kirn, Blaulicht, Lokale News an Nahe und Glan

 

Kirn. Während im Stadtgebiet 37 Teilnehmer der Kirner Feuerwehr ausgediente Weihnachtsbäume einsammelten und Wolfgang Pretsch und Horst Peitz in der Küche Kartoffeln schälten und Köstliches brutzelten, nahmen zahlreiche Wehrführer und Floriansjünger aus Kirn-Land am Gerätehaus auf der Kiesel die neue Drehleiter genau in Augenschein. Das Kennzeichen KH-KI 34 ist gleichzeitig als „Florian Kirn 34“ der Funkrufname der neuen Drehleiter. 29 Jahre lang hatte die Drehleiter des Kreises in Kirn treue Dienste verrichtet, Verschleiß und Reparaturen setzten dem Gerät verstärkt zu. Landrat Hans Schumm hatte seinerzeit die Drehleiter angeschafft und in Kirn stationiert, sie wird zurückgegeben. Die Aufsichtsbehörde sah die Zuständigkeit einer neuen Beschaffung bei den Kommunen, bei Verbandsgemeinde und der Stadt. Und weil Kirn Stützpunktfeuerwehr ist und über optimale Räumlichen und Infrastruktur verfügt, „mussten wir jetzt handeln“, sagte Bürgermeister Wagner bei der Indienststellung. Der Kreis hat die Anschaffung von drei Leitern für Kirn, Bad Sobernheim (>link) und Meisenheim auf Vorführfahrzeugen befürwortet. Um die 750.000 Euro kostet ein solches Fahrzeug neu. Aufgrund „Mengenrabatt“ zahlten die Kirner 534.000 Euro. Der Kreis steuert  90.000 Euro bei, das Land und die Stadt zahlen jeweils 222.000 Euro. Dieser Betrag ist per Verpflichtungsermächtigung im städtischen Haushalt 2011 eingestellt. „Ich glaube, dass wir für die nächsten 20 Jahre auskommen. Es ist notwendig und kein Luxus, es erhöht die Sicherheit im Brandfalle und bei der Menschenrettung“, sagte Wagner und beglückwünschte die Feuerwehrmänner und -f rauen zu ihrem neuen Fahrzeug, das selbstverständlich in allen Gemeinden im Zuge der Nachbarschaftshilfe (>siehe z.B. Link zu Limbach) eingesetzt werde. Sechs Kirner Feuerwehrmänner, drei von der Wehrleitung und drei Maschinisten, erhielten beim Hersteller in Ulm einen „Crashkurs“ und müssen noch in Kirn weiter geschult werden. In Sachen Technik liege zwischen alter und neuer Drehleiter „nicht nur drei Jahrzehnte, sondern auch Hightech-Welten“, die Wehrführung um Kirns Wehrleiter Mario Wagner und Michael Römer sprach gar von einem „Quantensprung“: Mit Funk und Kameraübertragung, absenkbarem Teleskop-Förderkorb und Knickarm sieht der Maschinist im Führerstand hinter jede Hausrückseite und gelangt auf der anderen Seite in Fensterhöhe, die über 29 Meter lange Leiter legt sich vollautomatisch auf das 300 PS starke Iveco-Magirus Fahrgestell.

>>>>Übrigens: Im Mai erwarten die Kirner ein weiteres Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16), das drei Fahrzeuge ab Baujahr 1980 und Älter ersetzen soll. Dieses kostet über 300.000 Euro, hier steuert der starke Förderverein mit seinen knapp 1000 Mitgliedern die stolze Summe von 117.000 Euro bei. Dann soll es um die Kirner Kerb im August eine große offizielle Einweihungsfeier für die Fahrzeuge im Rahmen des 30. Geburtstages der Jugendfeuerwehr und ein riesiges Fest geben; -die Freude stand den Kirnern schon am Wochenende ins Gesicht geschrieben.

Zu den Fotos: Wehrleiter Mario Wagner und Michael Römer hieven Fritz Wagner in luftige Höhen über Kirn. Römer zeigt die neueste Technik- die alte Drehleiter hat ausgedient und geht zurück an den Kreis. Kirns "First-Lady" Ute Wagner, ausgebildete DRK- und "Wasserwacht"- Engagierte ließ sich ebenfalls die Dächer Kirns zeigen...