"Überflieger" ist technisch brillantes Bauwerk - Kosten gut 7 Millionen €

Kategorie: Kirn, Lokale News an Nahe und Glan

 

350 Kubikmeter Beton eingebaut: Im zweiten Anlauf hat es geklappt, bekanntlich musste die Link:Baustelle wegen des frühen Winters ruhen. In der zweiten Februarwoche 2011 waren am Brückenbauwerk über die Nahe, die Bahngleise und die L 183 (Westring / Kiesel: Fontaine-les-Dijon-Straße) wegen technischer Mängel Nacharbeiten am Traggerüst der Betonverbundbrücke notwendig geworden. Wie die 14 Männer der Firma Schneider aus Merxheim am Samstag und Sonntag 12. und 13. Februar von 7 Uhr bis 4 Uhr nachts zu Werke gingen, das war routiniert und profimäßig. Hier stellte der Merxheimer seine Leistungsfähigkeit unter Beweis. Von der Kiesel und vom Lohweg aus wurden 350 Kubikmeter Beton - was einem Gewicht von etwa 800 Tonnen gleichkommt – auf 1000 Quadratmeter Fläche über die Einschalung ergossen. Zwei Betonpumpen mit Auslegern von 34 und 52 Metern und einer theoretischen Stundenkapazität von 160 Kubikmeter Beton waren im Einsatz. Die „Schneider-Bau-Männer“ bezeichneten das sieben Millionen Euro teure Projekt als „technisch anspruchsvoll“ und mit sehr viel Know-how. Es werde nach der Fertigstellung ein absolutes Vorzeigemodell sein und sei ein sehr bedeutendes Projekt, wo auch gestalterische Aspekte zutage treten werden. „Es sind Lagerungselemente auf höchstem Niveau eingebaut, die in Deutschland einmalig sind“, so die Männer, 25. 000 Arbeitsstunden waren für das Projekt vorgesehen. Der Brückenbau ist bei der Firma Schneider ein wesentlicher Bereich. Das 180-Mann-Unternehmen ist im Umkreis von 150 Kilometern von Merxheim dafür bekannt und hat im Jahre 2009 unter anderem sieben solcher Bauwerke aufgestellt, wie es in Kirn zu sehen ist. Experten wie etwa der Kallenfelser Ortsvorsteher Walter Ulrich oder Peter Langguth, ein Cousin des früheren Odernheimer Ortsbürgermeisters, der in der Nachbarschaft auf dem Loh wohnt, und der verantwortlich die Idar-Obersteiner Nahe-Überbauung vor Jahrzehnten betreute, bewunderten als Kenner der Materie den Fortgang der Betonierarbeiten, der bis 60 Grad heiß werden kann. Mit der Rüttelbohle oder dem Flaschenrüttler arbeiten die Männer genau und exakt, wie es nicht besser geht. Stadtarchivar Paul Hornemann ist mehrmals pro Woche vor Ort und hat schon über 350 Bilder von der Großbaustelle „geschossen“. „Aus Sicht der Stadt gesehen, ist es eine gute Baustelle“, stellte Wagner fest, die Maßnahme stoße bei der Bevölkerung auf breites Interesse und eine große Akzeptanz. „Lassen wir mal die Sommerferien vorübergehen“ nannte er als Zeitpunkt der Einweihung. Link zur Schanze LED-Leuchten


Über 30 Jahre geplant

2007 genehmigt

Siehe auch: Archiv

Nachtarbeit der Männer

Schneider-Bau-Merxheim