Schneider macht Kohle und verkauft komplettes Innenstadtzentrum

Kategorie: Bad Sobernheim, Einst & Heute, Lokale News an Nahe und Glan

 

BILDER UNTERM TEXT! Vor noch nicht einmal einem Jahr (April 2010) mit Glanz und Glamour eröffnet, wurde nun das neue innerstädtische Fachmarktzentrum auf dem Ex-Melsbach-Gelände an der Disibodenberg-Kapelle zwischen Pfaffengasse und Kreisel an der alten Post an die nordrheinwestfälische Hahn-Gruppe verkauft. Bruno Schneider und Reinhard Milferstedt haben 94 Prozent ihrer Gesellschaft nach Bergisch-Gladbach verkauft. Insider berichteten, der Stadt liege nun ein Angebot vor, Rechte und Pflichten weiter Schneider und Milferstedt zu belassen, um für die nächsten Jahre einen regionalen Ansprechpartner zu haben. Der Hauptausschuss wird darüber noch im Februar entscheiden. Laut Milferstedt profitierten Stadt und VG von dem Verkauf. Bisher sei nämlich, weil es sich bei seiner und Schneiders Immobilien-Treuhand Gesellschaft um eine Vermögensverwaltung handele, keine Gewerbesteuer in den Bad Sobernheimer Stadtsäckel geflossen. Mit dem Verkauf erhielten Stadt und VG nun eine Summe „im unteren sechsstelligen Bereich“. Die Hahn Gruppe ist seit etwa 30 Jahren im Geschäft, sieht sich als führender Verwalter von Immobilien und hat sich auf großflächigen Einzelhandel konzentriert. Laut Auskunfteien werden  2700 Anleger an rund 150 Standorten in Deutschland mit einem Investitionsvolumen von über zwei Milliarden Euro betreut. Im November hatte die Hahn Gruppe ein Fachmarktzentrum in Schweinfurt für 20 Millionen Euro gekauft. Das Fachmarktzentrum in der Felkestadt mit knapp 12 000 Quadratmetern Fläche, mit Rewe, Netto und Schlecker sowie mehrerer Backshops war 2010 eingeweiht worden. Insgesamt seien über 8 Millionen Euro hier bewegt worden, sagte Milferstedt bei der Schlüsselübergabe an Rewe. Es habe seinerzeit schlaflose Nächte gegeben, aber er und Bruno Schneider äußerten sich „stolz und happy“ darüber, ein Mammutprojekt zu einer punktgenauen Landung geführt zu haben. Jede andere Stadt wäre glücklich, solch ein fußläufig erreichbares Innenstadtzentrum mit attraktiven Angeboten, Cafes und Parkplätzen in neu erbauten, energieeffizienten Vorzeigeobjekten präsentieren zu können und eine „Industriebrache“ beseitigt zu haben. Gleichwohl war das Einkaufszentrum in seiner Entstehung mit der Idee, hier Einkaufsmärkte zu platzieren und 150 Parkplätze vorzuhalten, in der Stadt nicht unumstritten. An der Peripherie zwischen Melsbach-Kapelle und Matthiaskirche blieben die Modelle der Kritiker für ein grünes Wohnviertels in der Innenstadt ungehört, weil sich dafür kein Investor fand. Für die 1,1 Millionen Euro teure Erschließung des Fachmarktzentrums gab es mehr als eine halbe Million Euro Landeszuschuss -130 000 Euro musste die Stadt zahlen. Im Zuge der Diskussion wurde von den Befürwortern immer wieder betont, dass es sich bei den Investoren um Geschäftsleute aus der Region handele: Milferstedt, Geschäftsführer der Mainzer Immobilien Treuhand, stammt aus Kirn, Schneider, Chef der Schneider Bau, aus Merxheim. An diese „öffentlichen Gelder“ des Landes und der Stadt für ein Projekt, mit dem nun in Bergisch-Gladbach Geld verdient wird, dürfte auch Stadtbürgermeister Michael Greiner laut gedacht haben, wie Buschtrommeln vermelden. Aber er akzeptiere den Verkauf gleichwohl „als Entscheidung der Investoren“. Was soll er sonst machen?

Zu den Fotos: Der Abriss des Melsbach - Geländes zum Umbau Innenstadtzentrum über zwei Jahre. Milferstedt und Schneider verkauften nun an die Hahn-Gruppe. Weitere Berichte klicken Sie bitte auf unserer Home / Start Seite RECHTS >Archiv< und dann unter VG Bad Sobernheim /  Bad Sobernheim an!


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