England brennt auch ohne Euro-& Börsenkrise: Ökonomen warnen vor Mob!

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Ganz England brennt- Häuser in Flammen- Birmingham und Manchester brennen auch- fünf Tote bei Krawallen- Polizei in London von 6000 auf 16.000 erhöht….August 2011: Auf der Insel wütet der Mob. Glücklicherweise sind wir „Krauts“ diesmal nicht schuld, der Fußball auch nicht. Die keineswegs zimperlich agierenden Tommys mit ihrem englischen Pfund ärgern sich auch nicht wirklich über den Euro, weniger noch als die Schweizer über ihren zu starken Franken! Aber Achtung: Beobachter der Szene haben Angst, dass der Mob aufs Festland ´rüberschwappt. „Der Mob“ kommt nämlich querbeet aus allen Bevölkerungsschichten (Ärzte, Soldaten, Lehrer, Arbeiter und Chaoten): Die Symptome sind das Problem: Dramatische Politikentfremdung, die auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich,   Integrationsprobleme, steigende Arbeitslosigkeit, Altersarmut, "gefühlte" Abzocke und Ungerechtigkeit.

„Was nützt uns die ganze Bildung, wenn wir ohne Job und Geld dastehen“, fragen zunehmend resignierend auch hierzulande deutsche Abiturienten und User auf „Prisma“- Internetplattformen. „Der englische Bürgerkrieg ist durch die provokative Politik gewollt und gezüchtet worden, schreibt eine andere in einer News-Plattform, die immerhin auf 56 Millionen Klicks verweist. Aber auch seriöse Karikaturen bei uns in Tageszeitungen zeigen symbolisch, dass in England der brodelnde Vulkan hoch geht, was uns noch "gedeckelt" ist. Mehrere Bad Kreuznacher Leserbriefschreiber verurteilen bei den Stadtwerksgesellschaften Bürgerabzocke, "eklatanter Mangel an Transparenz und demokratischer Kontrolle". Kein gescheiter Makroökonom verhehlt die desaströse Schieflage der Gesellschaft, das Aus des Euro und der Währungsunion. „Der Euro ist tot, er ist nur noch nicht umgefallen“, liest man sarkastisch, weil wir als abhängige Exportnation stützen. Griechenland, Irland und Portugal stützen oder aufkaufen, wo wir heute noch an der DDR knabbern und Soli zahlen? Der DAX fällt. „Europa hat ein Finanzproblem, das an unser Küste schwappt“ belügt Obama seine Amis. Das kann nicht gut gehen. „Staaten schlagen zurück und verurteilen Leerverkäufe“ ist Mitte August 2011 eine weitere Schlagzeile, die diesem Namen Ehre macht. Wer bitteschön kann mit „Leerverkäufen“ (short-selling) verkaufen was einem nicht gehört, und von fallenden Kursen profitieren? Mit Öl- und Energiespekulationen und mit Rohstoffen Gewinne machen? Wer diktiert die Agrarpreise an Warenterminbörsen in Chicago (39 Prozent exzessives plus bei Weizen 2011 ohne einen Halm zu ernten oder zu besitzen!), und wer manipuliert und diktiert die Preise und profitiert von Missernten? Lieschen Müller? Otto Normalverbraucher? Wohl kaum. Längst nutzen Banken und Börsen Narrenfreiheit aus und ziehen von einer auf die andere Spielwiese: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Nie zuvor haben prozentual so schwache Parteien das Land regiert und Konzerne sich die Taschen voll gestopft: „Warum steigt der Sprit an der Tankstelle in dieser Woche um drei Cent, wenn der Preis pro Barrel von 98 auf 78 Dollar im gleichen Zeitraum fällt?“ fragt mein Nachbar und schimpft auf den Staat, die Profitgier und auf die „Verbrecher“. Die Regierenden sind nicht an Stromautos interessiert und werden sprudelnde Öl-Gewinne (Steuern etc.) nicht minimieren. Täten sie dies, ging es „dem Sozialstaat“ (uns allen) noch schlechter. Ohnehin ist schon alles reglementiert, „gekauft“ und quersubventioniert… Aber am Ende des Tunnels ist Licht in Sicht. Man spricht von „Goldgräberstimmung“ im Land, wenn Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher mit den Windrädern aus der Sackgasse voll durchstarten. Das wär` schön, aber wer´s glaubt wird selig.