Maut-Flüchtige stoppen! FDP will sichere B 421 - Ortstermin bei Rasern

Kategorie: Simmertal, Kreis KH, Soonwald, Lokale News an Nahe und Glan, VG Kirn-Land

 

Fotos unten -mach klick- Königsau. Die Unfallstatistik im kurvenreichen und engen Kellenbachtal meist ohne Mittelstreifen spricht seit Jahren eine deutliche Sprache. Wie ist der Ist-Stand, und kann man die B 421 sicherer machen? Die FDP-Fraktionschefin im VG-Rat Kirn-Land, Henny Schmitt aus Hochstetten, will mit dem Amtsverband Kirn Stadt und Land und den betroffenen Gemeinden Fakten sammeln und bündeln. Diese Resolution soll über die VG Kirn-Land vom Landesbetrieb Mobilität Verbesserungen einfordern. Soviel ist bekannt: Umleitungen und Baustellen im Bereich B 50, Zubringer zum Flugplatz Hahn, geplanter Hochmoselübergang: Die B 421 ist nach wie vor eine stark frequentierte Verkehrsader. Anlieger in Königsau zählen in 20 Minuten 40 schwere Lkws, Ortsbürgermeister berichten von einer extremen Unfallhäufung und gefährlichen Situationen für Radfahrer. Warnbaken überall: Die neuen Bankette sind tief ausgefahren, wodurch auch Pkws in die Bredoullie kommen. Die Hangseiten der Fahrbahn wurden teilweise „rasiert“, wodurch der alte Baumbestand aus dem oberen Bereich keinen Halt mehr zur Fahrbahn hat und abrutscht. Es komme zu häufigen Sperrungen von Fahrbahnabschnitten, die geräumt werden müssen. Kellenbachs Ortsbürgermeister Hans-Peter Haider hat am 22. Juli aus der Geschwindigkeitsmessanlage 1473 Verkehrsbewegungen registriert, 669 aus Richtung Königsau, 804 aus Richtung Heinzenberg. Nachts um drei Uhr durch den Ort mit über 120! Sachen. Sonntags, zwei Tage später, wurden über 400 Fahrzeuge weniger gezählt. Brigitte Seifert von der gleichnamigen Töpferei berichtete über ein erhöhtes Lkw-Aufkommen und dass schwere Brummifahrer äußerten, nicht nur Maut, sondern auch 32 Kilometer über die B50 und durchs Kellenbach Richtung B 41 Kirn / Idar-Oberstein sparten. Zudem berichtete Haider, dass „Navis“ und deren Software meist nicht Lkw-tauglich seien und die Route von Simmern nach Hennweiler durch Kellenbachtal angeben. Deshalb wurde erst vor Monaten die K 4 (Kellenbach-Hennweiler) für Laster über 7,5 Tonnen gesperrt, weil sich immer wieder schwere Brummis den Berg hoch quälten und in Kurven oft stecken blieben. „Rowdys und Raser empfindlich bestrafen, mehr kontrollieren und den seit Jahren überfälligen Ausbau forcieren, Gefahrenbereiche entschärfen“, waren mehrfach geäußerte Forderungen. Zudem forderte Dr. Peter Jungblut Geschwindigkeitsbegrenzungen und Maßnahmen, die den „Durchgangsverkehr und Mautumfahrung“ für Fremde unrentabel machen. Sieben der 14 Kilometer zwischen Königsau und Simmertal könnten „durch Verrohrung offener Straßengräben problemlos verbreitert werden. Man versteckt sich hinterm Naturschutz“, wetterte Heinrich Riegel, Ortsbürgermeister in Königsau.


FDP & Bürgermeister

an Töpferei Seifert

Königsau / B 421

Raser on tour

überall Warnbaken