Traubeneiche für alte Trauerweide - Großes Fest bei den "Füchsen"

Kategorie: VG Sobernheim, Kirschroth

 

SmileyNov. 2010: Kirschroth. Höhepunkt eines Gemeindefestes in Kirschroth mit sozialem Hintergrund war die Pflanzung einer Traubeneiche. An gleicher Stelle stand eine alte Trauerweide, die den Stürmen nicht mehr Paroli bieten konnte und zum „Sicherheitsrisiko“ wurde. Ortsbürgermeister Heiko Heß, seit Jahrzehnten Bachpate und bekennender Naturschützer, begründete während der Feierstunde diese sachlich richtige Ratsentscheidung. Nun werde der Natur zurück gegeben, was man ihr genommen habe, stellte Heß zufrieden fest.Der Bürgermeister erinnerte in einer beeindruckenden Rede an die emotionale Seite der Pflanzaktion. Die Indianer Nordamerikas sehen in ihrer spirituellen Einstellung alles Leben auf der Erde gleichberechtigt nebeneinander und verwandt. Für sie sind Bäume „stehende Brüder oder Baumvölker, in deren Wipfel die Geflügelten ihre Nester bauen, während die vier- und zweibeinigen Völker Schutz darunter finden“. Diese Abhängigkeit von der Natur werde uns in unserer technisierten Welt leider nur bei Katastrophenfällen bewusst, sagte Heß. Auch heute seien wir von der Natur abhängig und könnten von den Indianern viel lernen. „Lassen sie uns heute im Sinne der Nachhaltigkeit der Natur etwas zurückgeben. Eine Traubeneiche als Symbol, die gut zu uns passt“. Sie soll fest verwurzelt mit dem Land und ihren Traditionen sein und wie die Menschen in Kirschroth mit vielen gesunden Ästen zum Himmel, zur Sonne und zu unserer gemeinsamen Zukunft streben, wünschte Heß, dass auch dieser Baum uralt werden möge und noch vielen nachfolgenden Generationen ein „guter Freund“ sein soll. Namens des Gemeinderates dankte Heß namentlich allen Sponsoren und den aktiven Helfern. Der Erlös des Gemeindefestes unter dem Motto „Die Füchse feiern“ soll in den Einbau einer behindertengerechten Toilette auf Saalebene investiert und schon 2011 realisiert werden, nannte der „Ob“ ein hehres Ziel. Aus Sicht vieler älterer Menschen sei dies zwingend notwendig, um an Veranstaltungen im Saal und am urbanen Leben teilhaben zu können. Der Grundstock ist gelegt, neben dem Obolus der Kollekte in Höhe von 172,10 Euro beim Gottesdienst mit Pfarrer Hansjörg Biegel überreichte Lothar Gram von der Kirchengemeinde symbolisch weitere 200 Euro als Erlös des bunten Nachmittags, der ebenfalls schon über 30 Jahre im Saal gefeiert wird. Martin Fries, Lothar Gram und Otfried Karch spuckten kräftig in die Hände und buddelten den Setzling ein. Der Gemischte Chor der „Fröhlichen Zecher“ sang unter Leitung von Stefanie Ruhl nach der Baumsetzung passendes Liedgut und zum Mitsingen „So ein wunderschöner Tag“. Elsbeth Lantz trug ein Gedicht vor. Zum Mittagessen gab´s Erbseneintopf aus der Feldküche. Das Tanzcafé mit der Tanzschule Daub-Volk erfreute sich am Nachmittag ebenso wie das Kuchenbufett größter Beliebtheit. Ständig acht bis zehn Paare zeigten Tanzschritte. Im Anschluss daran durfte weiter getanzt werden: Die neu gegründete original Kirschrother Band „Red Fox Five“ spielte Tanzmusik, Oldies und beliebte Schlager und machte dem Gemeindefest unter dem Motto „Die Füchse feiern“ alle Ehre.
Zu den Bildern: Nach dem Gottesdienst wurde feierlich eine Traubeneiche an dem Platze gepflanzt, wo jahrzehntelang  eine mächtige Trauerweide seit dem Bau des Gemeindesaals 1956 das Ortsbild verschönte. Nach einem Sturm musste sie gefällt werden.  


"Hau Ruck"- jetzt all zusamme!

Steht fest, wackelt und hat Luft!