Zum Tod von Peter Wilhelm Dröscher -Er starb an Covid-19 Infektion

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Fotos unten anklicken. Nachruf: Kirn. 74-jährig ist Peter Wilhelm Dröscher am Mittwoch, 16. Dezember 2020 an den Folgen von Covid 19 nach kurzer schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in Bad Kreuznach verstorben. Am Ende hat er den Kampf gegen die Pandemie verloren, er lebte mit seiner Frau in seinem Elternhaus im Hohen Rech in Kirn und war bis zur Kommunalwahl 2019 Erster Beigeordneter seiner Heimatstadt Kirn. Peter Wilhelm Dröscher war seit 1969 SPD-Mitglied und vom 20. Mai 1996 bis zum 30. Juni 2014 Mitglied des Rlp-Landtages. Über sein politisches Engagement und Mandat hinaus hatte er ganz viele ehrenamtliche Posten inne. So war viele Jahre im Vorstand der Meddersheimer Winzergenossenschaft. Seine umgänglich und nette Art als Strippenzieher machte ihn weit über die Weinbaugemeinde hinaus sehr beliebt.

Der Sohn des „Guten Menschen von Kirn“ besuchte vor drei Jahren am 18. November 2017 mit Weggefährte, Freunde der Familie und sozialdemokratische Urgesteine wie Meisenheims Ex-Bürgermeister Wolfgang Schumann, der ebenfalls verstorbenen Elisabeth Jost aus Idar-Oberstein, Kirns Stadtverbandsvorsitzendem Jörg Schallmo oder Kreisbeigeordneter Hans-Dirk Nies anlässlich seines 40.Todestages das Grab von Wilhelm Dröscher auf den Kirner Friedhof. Mit dabei der Vorsitzende der Wilhelm-Dröscher-Stiftung und Bruder Michael Dröscher (71) - die ganze Famlie führte das Vermächtnis ihres Vaters fort.

Wie sein Vater Wilhelm Dröscher war Peter Wilhelm zeitlebens geerdet und überzeugter Europäer. Nach seinem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Industriedesigner und studierte Gesellschaftswissenschaften in Darmstadt. Sein beruflicher Lebensweg führte ihn nach Oer-Erkenschwick im Ruhrgebiet, wo er Leiter einer Heimvolkshochschule war und im Stadtrat saß. Erste Ratserfahrungen sammelte der leidenschaftliche Sozialdemokrat von 1989 bis 1990 in Höchst im Odenwald, ab 1994 saß er im Kirner Stadtrat. Sein vielfaches gesellschaftliches und kirchliches Engagement, etwa als Aufsichtsratsvorsitzender der kirchlichen Altenhilfe an Nahe&Glan, würde Bände füllen. Peter Wilhelm Dröscher war von 2003 bis 2013 Landesvorsitzender der SPD-AG 60 plus, einst Fußballer und Handballer, Handballschiri, acht Jahre bis 1989 Vereinsvorsitzender beim SV Titania Oer-Erkenschwieg, beim VfR 07 Kirn seit 1995 im Vorstand und er war seit 2011 viele Jahre Erster Vorsitzender des VfR 07 Kirn. Dröscher war aktiver DRK´ler, Vorsitzender, „Vater und Pate“ von First-Responder und gründete 2006 die Tafel in Kirn mit. Immer hatte er seit 1977 das Herz der Kirner Wilhelm-Dröscher-Stiftung am rechten Fleck und war erste Anlaufstation von so genannten Flüchtlingen ud Asylanten, benachteiligten, hilfebedürftigen Menschen in Stadt und der VG Kirn(er)-Land und weit darüber hinaus war.  P.W.Dröscher war mit seiner uneigennützigen und zuweilen barmherzigen Art und Menschlichkeit erster Kümmerer für viele Bürger und vor allem die Jugend mit ihren verschiedensten Anliegen und deren Förderer, oft im Hintergrund. Wenn man ihn kannte,  gab es viele Attribute für ihn von seinen Weggefährten: Eben Kümmerer. Anpacker, Genosse und Kumpel-Typ. Solche „geht nicht-gibt’s nicht“ Leute wie Dröscher´s, Wilhelm und jetzt sein Sohn Peter Wilhelm, fehlen der Region und sind ein herber Verlust. Denn erst wenn solche Charaktere, Altvordere, alte Fahrensleute nicht mehr sind, weiß man, was man verloren hat.

Zu den Fotos: Peter Wilhelm Dröscher (mitte) in der Meddersheimer Winzergenossenschaft und 2017 auf dem Kirner Friedhof. Mit dem allzu früh verstorbenen Frank Weger haben beide mit Hilfe des DRK und der Bürkle-Stiftung „First Responder Kirn“ aufgebaut. Dröscher war dereinst DRK-Vorsitzender.  (Foto: 2011)