Aktion "Hände waschen" in Kliniken lebenswichtig - Asklepios vorbildlich!

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Bad Sobernheim. Tägliche Hygiene und Hände waschen sind die effektivsten Maßnahmen, um in medizinischen Einrichtungen die Übertragung von Krankheitskeimen oder -erregern vorzubeugen. Zentral für etwa 250 Patienten und Mitarbeiter fand zum zweiten Mal die vielbeachtete „Aktion Saubere Hände“ im Foyer und Eingangsbereich der Asklepios-Klinik statt. Bundessweiter Termin der Maßnahme war eigentlich schon am 5.5. - leicht zu merken: Fünf Finger an beiden Händen.

Die Kampagne basiert auf der 2005 gestarteten WHO Kampagne „Clean Care is Safer Care". Sie wurde am 1. Januar 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und weiteren Institutionen als nationale Kampagne zur Verbesserung und Einhaltung gesetzlicher Regelungen und Bestimmungen (Compliance) der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen übernommen.

Die Stimmung bei dieser Aktion war super: In diesem Jahr feiert die Asklepios-Klinik als orthopädisches Rehabilitationszentrum für die konservative Skoliose-Intensiv-Rehabilitation (SIR) nach Katharina Schroth für überwiegend jugendliche, aber auch erwachsene Patienten mit Skoliose und anderen Wirbelsäulendeformitäten ein kleines Jubiläum und ist seit 20 Jahren in so genannten „Nachtigallental“ in der Korczakstraße 2 ansässig. Zunächst wurde die Hautbeschaffenheit der Teilnehmer getestet und unter die Lupe genommen. Hat der Proband einen Feuchtigkeitsfilm, trockene oder spröde Haut, und welche vorgehaltenen Pflegestoffe eignen sich am besten zur. Danach wurden an der sogenannten „Black-Box“ mit einem fluoreszierenden Händedesinfektionsmittel Ergebnisse sichtbar.

Saubere Hände sind in allen Kliniken, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, ambulanten Einrichtungen oder Reha-Häusern das A und O und jede fremde Übertragung von Keimen und Krankheitserregern sollte vermieden werden, informierten Hygiene- Fachkraft Andrea Stumm und von der Geschäftsleitung Annett Traue.

Jeder Mensch kommt zurecht mit seiner Flora an Keinem und etwa zwei Kilogramm Bakterien. Das zeugt nicht von Unsauberkeit, sondern heute weiß man, dass die Mikroben überlebenswichtig für uns sind. Sie helfen uns, gesund zu bleiben; sie sind ein wichtiger Teil unseres Immunsystems, so die Expertinnen. Zählt man die Zellen unseres Körpers, ist nur ein Zehntel davon menschlich, die restlichen 90 Prozent sind Mikroorganismen oder Bakterien, das sogenannte Mikrobiom – in Anlehnung ans Englische oft auch Microbiota genannt. Jeder Mensch trage quasi seine eigene Pathogenität mit sich, die "Aktion Saubere Hände" soll sensibilisieren und das hygienische Bewusstsein schärfen, unterstrich Annett Traue.

Antibiotikaresistente Keime und aggressive Erreger sorgen täglich und bundesweit immer mehr für Schlagzeilen. Trotzdem sei Hysterie nicht angebracht: Im häuslichen Bereich sei  Hände desinfizieren nicht notwendig. Nach wie vor reicht ein Hände waschen mit einer milden Seife und lauwarmen Wasser aus, erzählte Andrea Stumm.

Zum Bild: An der Aktion „Saubere Hände“ nahem fast 250 Patienten und Mitarbeiter teil, hier die Hygiene Fachkraft Andrea Stumm (von rechts), Annett Traue, Pflegedienstleiterin Pia Fey, Sabine Hehmann, Rita Mörsfelder und Andrea Kretschmer (von rechts).

 


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