Kirn&Kunst: 90. Kunstausstellung in 40 Jahren - Über 3500 Werke - Was macht "Lady in Red" - Laudatorin und ADD-Chefin Dagmar Barzen so attraktiv, dass man sie in den kommunalen Rathäusern am liebsten von hinten sieht? Nachgedacht Männer!

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Fotos und weitere Links: TEXTENDE > Kirn, April 2015. Die Vernissage der 90. Kunstausstellung der Stadt Kirn mit 59 Exponaten aus der Franz-und-Ute-Eichenauer-Stiftung unter dem Titel „Entdeckte Momente“ gestern im Gesellschaftshaus war besonders gut besucht. Es sei eine hohe Wertschätzung, dass die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, Dagmar Barzen, die Laudatio hielt. Viele Gäste wie der musikalische Leiter der Musikschule Kirn-Meisenheim-Bad Sobernheim, Jochen Lorenz, waren dieser Ansicht. Am Freitag heiratete Lorenz die Kirner VHS-Leiterin Lena Wagner, und weil ein Schülertrio kurzfristig ausfiel, übernahm der Chef selbst den musikalischen Part mit Werken für Trompete und Orchester, wobei Letzteres vom Band kam.

Kunst führe alle Menschen, Jung und Alt, in ihrer bunten Vielfalt zusammen, begrüßte Stadtbürgermeister Martin Kilian. Neben der großen Anzahl Kunstschaffender aus dem weiten Umland der Stadt und der Politikerfamilie seien viele Zeitgenossen da, die ohne fundierte Sachkenntnisse die 59 Werke des Künstlerehepaars Franz und Ute Eichenauer auf sich wirken lassen wollen. Seit jeher habe Kunst in Kirn, die Malerei und Grafik, wie in keiner anderen Stadt an der Nahe einen festen Platz im Terminkalender und einen hohen Stellenwert, seit die erste Kunstausstellung vom 16. März bis zum 19. April 1975 im Wilhelm-Dröscher-Haus eröffnet wurde. 2015 feiere man das Jubiläum „40 Jahre Kunstausstellung“ und auch diese runde Zahl 90 bedürfe einer besonderen Erwähnung und Würdigung. Bereits 1975 waren Franz Eichenauer und Ute Eichenauer-Best mit von der Partie und bereicherten Ausstellungen. Eichenauer wurde 1926 in Koblenz geboren, er starb am 22. November 1995 in Bad Kreuznach. Seine in Bad Kreuznach gebürtige Frau Ute verstarb 2008, wenige Tage vor ihrem 81. Geburtstag.

In einer Gesprächsrunde interviewte Martin Kilian seinen mittlerweile mit den Ehrenbürgerrechten dokorierten Vorgänger Fritz Wagner die beiden Eichenauer Kinder, Claudia Frey und Dr. Rolf H. Eichenauer, die allesamt aus dem Nähkästchen plauderten, wie die Werke entstanden sind und wie sie nach Kirn kamen. Nachdem Bad Kreuznach ablehnte, wurde am 19. November 2008 mit der Stadt Kirn die Franz-und Ute-Eichenauer-Stiftung errichtet, die von der ADD Trier am 19. Januar 2009 als rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt wurde. (Wir berichteten bereits ausführlich).

„Anfangs war die Rede von 300 bis 400 Werken“, scherzte Wagner, letztlich waren es 2412 Arbeiten. Arzt und Urologe Rolf Eichenauer feierte am Freitag Geburtstag. Oft sei die Rede von brotloser Kunst gewesen, er schlug eine andere Laufbahn ein und zitierte sinngemäß aus einer Glückwunschkarte: „Der alte Mediziner kennt Latein, der junge Arzt spricht englisch – der gute die Sprache des Patienten“.

ADD-Präsidentin Dagmar Barzen sei gerne zu dieser besonderen Ausstellung nach Kirn gekommen, sagte sie. Eine Delegation um die komplette Stadtspitze, VG-Bürgermeister Werner Müller, Bad Kreuznachs OB Heike Kaster-Meurer, Landtags- und Beigeordneten waren zuvor im Rathaus, wo die Stadt 3.500 Gemälde und Arbeiten fotografierte und katalogisierte. Es sei eine Ehre diese Laudation halten zu dürfen, auch wenn unter den vielen Leuten bei der Vernissage einige sind, die „mich nicht gerne von vorne, lieber von hinten sehen“, sagte humorvoll-heiter die Präsidentin der ADD Trier. Martin Kilian versprach, genügend Anträge einzureichen und hatte ihre Hobbys „gegoogelt“: Lesen, Laufen, Fußball, Musik und Malen. Ja, sie spüre zu Hause an der Mosel, dass es ihr beim Malen und der Berührung mit der Kunst gut gehe. Dagmar Barzen lobte Karlheinz Brust, Gerd Danco und Fritz Wagner, die der Kunstszene und dem künstlerischen Erbe in Kirn Heimat gaben, und das beeindruckende Kunstschätze und Bilder von bezauberndem Reiz im In- und Ausland präsentiert werden können


90. Kunstausstellung mit Laudatorin Dagmar Barzen

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