Brigitte Maurer in Limbach sehnt den Frühling herbei!

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Limbach. Faszinierende Festumzüge mit liebevoll und prachtvoll bis ins Detail authentisch gestalteten Ähren- und Festwagen zum Erntedankfest in Limbach wurden im fünfjährigen Turnus 1991, 1996, 2001 und 2006 mit tausenden begeisterten Besuchern gefeiert – mittendrin statt nur dabei war auch Brigitte Maurer. Sie wohnt mitten im Ort in der Hintergasse 1 und pflegt seitdem zu allen Jahreszeiten eine Tafel, wo sie meist wöchentlich Zitate und Sprüche aus dem 100-Jährigen Kalender oder aus dem „Kalendarium für Landleut`“ des österreichischen Lyrikers Josef Weinheber zur Freude der Nachbarn und Passanten aufschreibt. Es sind kluge und weise Sprüche mit tiefgründigem Sinn, keine abgedroschenen Plattitüden wie man sie am Stammtisch pflegt wie etwa: „Regen im Mai - April vorbei“. Brigitte Maurer kennt man ansonsten als Frohnatur, der man gerne begegnet. Die 70-jährige wuchs in der heimischen Landwirtschaft auf, lernte Hauswirtschaft und bildete sich kontinuierlich in den 1970-er Jahren zur Masseurin mit Spezialgebieten wie Lymphdrainagen- Massage fort – Brigitte Maurer singt seit Jahrzehnten im Becherbacher Chor der evangelischen Kirchengemeinde. Einer der Sinnsprüche in diesem Jahr Anfang März konnte passender nicht sein und lautete: „Die Wälder brausen nah´ und fern, die Erde riecht, es regnet gern. Windröschen steh´n im apern Grund, an Kunigund wird’s warm von unt`“.

Am Dienstag, 24.März, hatte Tochter Sabine erstmals die zündende Idee, einmal etwas Selbstgereimtes, aktuell-Neues auf die Tafel zu schreiben. Frei nach dem Frühlingsgedicht „Er ist´s“ des deutschen Lyrikers, Biedermeierdichter und Pfarrer Eduard Mörike sollte es etwas originelles und frühlingshaftes sein, ähnlich wie das bekannte „Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…“. Gesagt, getan, und ruckzuck war die Sache erledigt: „Der Frühling kommt, das ist wohl wahr, den stoppt auch nicht Coronia!“ ist aktuell darauf zu lesen.